Berlin: Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN), der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderten heute Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer auf, alle Pestizide mit den Bienen gefährdenden Insektengiften Clothianidin und Imidacloprid der Firma Bayer CropScience umgehend zu verbieten. Seehofer müsse zudem dafür sorgen, dass Bienen gefährdenden Pestiziden in Deutschland und der EU die Zulassung entzogen wird. Wenn Ende August mit Clothianidin und Imidacloprid gebeizter Raps ausgesät werde, drohe ein ähnliches Bienensterben wie im Frühjahr, als mit Clothianidin-haltigen Pestiziden gebeizter Mais in Baden-Württemberg zehntausende von Honigbienen-Völkern tötete.
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PAN Germany begrüßt die gestrige politische Einigung der EU-Agrarminister zur Einführung von Ausschlusskriterien für besonders gefährliche Wirkstoffe in die europäischen Novelle der Pestizidgesetzgebung. Dies bedeutet eine Verbesserung des Schutzes von Mensch und Umwelt gegenüber Stoffen, die erwiesenermaßen krebserregend, erbgutverändernd oder reproduktionstoxisch sind oder die das Hormonsystem negativ beeinflussen. Diese Wirkstoffe machen rund 4-5% der eingesetzten Pestizide in der EU aus und sind in ca. 22% der in der EU untersuchten Lebensmittel nachzuweisen. Nach einer von PAN Europe durchgeführten Analyse betrifft diese Regulierung 23 Wirkstoffe in der EU, von denen neun in Deutschland zugelassen sind.
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Heute besteht die vorerst letzte Chance der EU-Agrarminister die neue EU-Pestizidverordnung im Sinne des Umwelt- und Verbraucherschutzes zu verbessern. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) fordert Minister Seehofer auf, den Kompromiss zur Festsetzung von Ausschlusskriterien für gefährliche Pestizide mit zu tragen.
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22. Mai ist der internationale Tag der biologischen Vielfalt
PAN lädt ein zur Mitmach-Aktion in Hamburg
Der diesjährige internationale Tag der biologischen Vielfalt macht auf den weltweit rapiden Verlust von biologischer Vielfalt aufmerksam. Und das aus gutem Grund: Wir erleben derzeit einen dramatischen Rückgang an biologischer Vielfalt. Einzelne Arten und Lebensräume verschwinden. In Deutschland sind laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV 2007) aktuell rund 40% der wildlebenden Tierarten, ca. 30% der Farn- und Blütenpflanzen und etwa 70% der Lebensräume (Biotoptypen) gefährdet.
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Mückensprays, antibakterielle Putzmittel oder schimmelfreie Farben. Solche und andere Mittel zur Kontrolle von Lästlingen und Schädlingen enthalten sogenannte Biozide, die Lebewesen schädigen oder abtöten sollen, und daher per se gefährliche Chemikalien sind. Bei der Fortentwicklung der Europäischen Biozidrichtlinie setzt sich PAN Germany für den Umwelt- und Gesundheitsschutz ein und hat ein Positionspapier veröffentlicht, das die wesentlichen Kernpunkte bei der Revision aufzeigt und von einer Allianz deutscher NGOs aus Umwelt- Verbraucher- und Tierschutz unterstützt wird.
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