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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Mit Hibiskus und Cashewnüssen aktiv für Baumwollbauern

10.08.2010, PAN Germany, Alexandra Perschau

Aus: PAN Germany Pestizid-Brief Mai / Juni 2010

PAN Germany und PAN UK haben bei der "BioFach" in Nürnberg und der "Natural and Organic Products Europe" in London mit Partnerorganisationen aus Benin und dem Senegal Unternehmen der Lebensmittelbranche über Produkte von Baumwollbauern informiert, durch deren Vermarktung ein Beitrag zur Armutsreduzierung in Afrika möglich ist.

Bio-Baumwollbauern verfügen über ein breites Spektrum weiterer Nutzpflanzen. Einige davon sind für die lokale und regionale Vermarktung und auch für den Export geeignet. Mit dem Projekt "Fibre, Food and Beauty for Poverty Reduction" setzt sich PAN Germany gemeinsam mit Projektpartnern dafür ein, bei Unternehmen und Verbrauchern Bewusstsein für diese oft unbekannte und kaum genutzte Chance zu schaffen. V.a. mit Unternehmen diskutieren die Projektpartner über eine praktische Umsetzung dieser Möglichkeit. Beispielhaft werden im Projektkontext fünf Nutzpflanzen genauer betrachtet: Fonio, Hibiskus, Sesam, Cashewnüsse und Sheabutter sind Nutzpflanzen, die entweder hervorragend in die Fruchtfolge integriert werden können oder auf den Betriebsflächen vorhanden sind, wirtschaftlich aber (zu) wenig genutzt werden.

Mit Informationsständen bei verschiedenen Fachmessen nutzen PAN Germany und PAN UK gemeinsam mit OBEPAB aus Benin und Enda Pronat aus dem Senegal die Gelegenheit, in kurzer Zeit viele Unternehmen treffen zu können. Im Februar traf sich in Nürnberg die internationale Bio-Branche. Die BioFach gilt als Weltleitmesse für Bio-Produkte. PAN Germany war durch einen Stand über das Fibre, Food and Beauty Projekt im Afrika Pavilion beteiligt. Interessante und intensive Gespräche mit Messebesuchern aus 13 EU Mitgliedsstaaten und 24 weiteren Ländern bestätigen das große Interesse am Thema. Doch nicht nur mit 99 Vertretern von Unternehmen und Verbänden konnten die Projektpartner sprechen. Bei einem Besuch des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags beim Afrika Pavilion konnten sich die Abgeordneten vom guten Geschmack von Bissap überzeugen, einem auf senegalesische Weise zubereitetem Fruchtgetränk aus Hibiskusblättern.

Im April war das Projekt auf der Messe "Natural and Organic Products Europe" in London aktiv. Dort wurden vorwiegend britische Unternehmen auf das Anliegen zur Verbesserung der Lebenssituation von Baumwollbauern aufmerksam gemacht. Mehr als 30 intensive Gespräche wurden dort geführt. Fazit der beiden Messeauftritte, denen in diesem Jahr noch zwei weitere Fachmessen in Italien und Frankreich folgen, ist, dass die Projektidee durchweg für gut befunden wird, die Partnerorganisationen im Süden aber weiterhin Unterstützung brauchen, um den hohen Qualitätsanforderungen der Lebensmittelbranche gerecht werden zu können.

(Alexandra Perschau)

Der Flyer "Haben Hibiskus, Cashewnüsse und Baumwolle etwas gemeinsam?", sowie Faktenblätter zu 1. Fonio, 2. Bissap, 3. Sesam, 4. Cashewnüssen und 5. Sheabutter stehen auf www.pan-germany.org zur Verfügung. Die Texte sind auch in Englisch, Italienisch und demnächst in Französisch vorhanden.

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