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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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PAN Germany Projekt mit dem Umweltpreis Hamburg der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) ausgezeichnet

05.11.2009, PAN Germany, Susan Haffmans

EU-Biozid-Politik Am 4.11.2009 feierte die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) ihr 10 jähriges Bestehen mit einem Festakt im Schweriner Schloss. Geladen waren mehr als 200 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Medien, darunter der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering sowie der Hamburger Staatsrat Christian Maaß, die sich beide mit einem Grußwort an der Veranstaltung beteiligten. Die NUE nahm das Jubiläum zum Anlass insgesamt vier Förderpreise für besonders erfolgreiche Projekte zu verleihen, an deren Umsetzung die NUE durch eine finanzielle Förderung beteiligt war.

Der NUE Umweltpreis Hamburg ging an das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) für die Erstellung und Verbreitung der "Lernkiste Bio-Baumwolle", die SchülerInnen und Erwachsene über die Bedingungen des Anbaus und der Verarbeitung dieses wichtigen Rohstoffes interessiert und informiert. Das Konzept für die Bio-Baumwollkiste wurde von PAN Germany in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Kunst, Textil, Medien der Universität Oldenburg entwickelt. Besonders die von der Universität Oldenburg sehr gut entwickelte didaktische Aufbereitung aller Spiele und Materialien in der Kiste trägt wesentlich zu ihrem Erfolg bei. Die Laudatio für PAN hielt Frau Angelika Gardiner, Vorsitzende des NUE Stiftungsrates. In Ihrer Rede machte Frau Gardiner sehr deutlich, dass Baumwolle ein Thema ist, dass uns alle "hautnah" betrifft und das den Norden auf besondere Weise mit dem Süden verbindet. Sie würdigte das Engagement von PAN für umweltgerechten und sozialgerechten Baumwollanbau vor dem Hintergrund von Pestizidvergiftungen und Umweltgefährdung sowie PANs Engagement im Bereich der entwicklungspolitischen Öffentlichkeitsarbeit und internationaler Netzwerkarbeit. PAN bedankte sich ausdrücklich für die Anerkennung und erklärte, dass die Auszeichnung Ansporn sein wird für weiteres Engagement im Bereich Natur- und Umweltschutz, Nord- Südkooperation und Öffentlichkeitsarbeit.

"Die Versöhnung von Ökologie, Sozialem und Ökonomie, so dass künftige Generationen noch gleiche Lebenschancen haben, wie wir heute." Auf diese Weise fasste Vorstandsvor-sitzender Bernhard Riggers das Anliegen der Stiftung zusammen. Im Sinne der Nachhaltigkeit unterstützt die NUE Vorhaben aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Bildungsarbeit. Die von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung vergebenen Mittel stammen aus Spenden und aus den Zweckerträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie. Jedes BINGO!-Los trägt also dazu bei, ein gemeinnütziges Vorhaben umzusetzen.

Mehr als 2.000 Projekte konnten von der NUE in den letzten 10 Jahren gefördert werden. Das Spektrum reicht von der naturnahen Umgestaltung von Kindertagesstätten, über die Unterstützung des Ozeaneums in Stralsund, der entwicklungspolitischen Tage in Greifswald oder einer Schulpartnerschaft zwischen Rostock und Quetzaltenango in Guatemala. In Hamburg haben Vereine mithilfe der NUE die Norddeutschen Apfeltage, das Eigenarten-Festival oder Gewässernachbarschaftstage ausgerichtet, ein Entwicklungspolitisches Schulcafé Agenda 21 eröffnet und einen interkulturellen Garten in Wilhelmsburg angelegt. Im Ausland konnten zum Beispiel Brunnen in Togo und Tansania, Solaranlagen in Nicaragua und Kambodscha oder die Einrichtung von Gesundheitszentren in Peru realisiert werden.

Neben dem Pestizid Aktions-Netzwerk erhielt die Gesellschaft zur Förderung der Europäischen Kooperative e.V., welche seit 1995 den Bio-Hof Ulenkrug in Dargun betreibt und dort regelmäßig Seminare in den Bereichen Ökologischer Landbau, Erneuerbare Energien und Nachhaltiges Bauen durchführt, den Umweltpreis Mecklenburg. Die Eine-Welt-Preise erhielten die Gruppe PAREA des Ökohauses in Rostock, insbesondere für ein Kulturprojekt mit der indigenen Bevölkerung in El Salvador sowie der Förderverein des Erich-Kästner-Gymnasiums in Hamburg für sein Engagement zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Nicaragua. Neben konkreten Maßnahmen zur Trinkwasser- und Stromversorgung in ländlichen Gebieten ermöglicht der Verein den Schülern des Gymnasiums auch den interkulturellen Austausch mit der Bevölkerung vor Ort.

Mehr Informationen zu unserer Arbeit zu Baumwolle

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