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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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PAN Partnerorganisation vertritt west-afrikanische Baumwollbauern beim Kirchentag

30.06.2009, Gertraud Gauer-Süß, Alexandra Perschau, Delphine Bodjrenou

Aus: PAN Germany Pestizid-Brief Mai/Juni 2009

Delphine Bodjrenou von der OBEPAB aus Benin, einer Partnerorganisation von PAN Germany, hatte im Mai beim Evangelischen Kirchentag in Bremen gleich zweimal Gelegenheit, die Situation der afrikanischen Bio-BaumwollbäuerInnen und ihre Wünsche an die KonsumentInnen vorzustellen.

Im Rahmen der Talkrunde "Voll in und fair-kleidet", die von einer ansprechenden Modenschau mit attraktiver Kleidung aus Fairtrade-Baumwolle begleitet wurde, beschrieb Delphine Bodjrenou vor rund 300 BesucherInnen die wichtige Rolle, die Baumwolle für die Kleinbauern in Westafrika als Einkommensquelle spielt. Sie betonte die Notwendigkeit einer nachhaltigen Baumwollproduktion, die den ökologischen Anbau wie auch den fairen Handel beinhaltet. Sie appellierte an die hiesigen KundInnen, ihren Beitrag zu leisten, indem sie entsprechende Textilien nachfragen und beim Einkauf bevorzugen.

Bei der 2. Veranstaltung "Handel im Wandel? Cotton Klamotten und Co" lag der Fokus auf dem Thema Welthandel. Am Beispiel von Baumwolltextilien wurden die globale Produktion und die Auswirkungen für die Beteiligten beleuchtet und die Frage nach der Sozialen Verantwortung im Welthandel aufgeworfen. Dazu waren verschieden Akteure entlang der textilen Kette eingeladen, ihre Situation vorzustellen: Tina Stridde (Otto-Gruppe, Hamburg) für den Handel, Rajat Jaipuria (Rajlakshmi Spinnerei, Indien) für die Produktion und Delphine Bodjrenou für den Anbau. Den 200 BesucherInnen dieser Veranstaltung erläuterte Delphine Bodjrenou anschaulich die Situation der westafrikanischen KleinbäuerInnen und ihre Abhängigkeit von den globalen wirtschaftlichen Entwicklungen. Sie machte deutlich, dass der biologische Anbau viele Vorteile für die Menschen wie auch für die Umwelt bietet. Er kann allerdings nur erfolgreich sein, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Hier sind neben den Verbrauchern auch die Verantwortlichen aus Politik und Handel in den Industrieländern gefordert.
(Gertraud Gauer-Süß, Alexandra Perschau, Delphine Bodjrenou)

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