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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Brasilianischer Bundesstaat erwägt Endosulfan-Verbot

30.04.2009, PAN Germany, Carina Weber

Aus: PAN Germany Pestizid-Brief März/April 2009

Nachdem in Brasilien ein ganzes Flusssystem durch das Insektizid Endosulfan vergiftet wurde (siehe PB Jan./Feb. 2009), wird jetzt im dortigen Bundesstaat Rio de Janeiro ein Produktionsverbot von Endosulfan diskutiert.

Ein am 18.11.09 in Brasilien durch einen Transportunfall mit dem Insektizid Endosulfan ausgelöstes Massensterben von Fischen, Vögeln und Säugetieren entlang eines weit reichenden Flusssystems beschäftigt inzwischen die Politik. Im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro, der von dem Unfall am stärksten betroffen ist, erhielt der Gouverneur Sergio Cabral von der für Umweltfragen zuständigen Staatssekretärin Marilene Ramos einen Gesetzentwurf, der das Verbot der Produktion und Formulierung von Endosulfan zum Gegenstand hat. Das Gesetz wird die Firma Servatis treffen, die derzeit der einzige Produzent von Endosulfan in dem Bundesstaat ist. Die Firma ist dafür verantwortlich, dass 8.000 Liter Endosulfan den Fluss Paraiba do Sul auf einer Strecke von rund 400 Kilometern vergiftete. Die Lizenz der Firma war eingezogen worden. Die Firma kann die Gerichte anrufen, um ggf. wieder Endosulfan formulieren zu dürfen. Das vorgeschlagene Gesetz sieht vor, zukünftig keiner Firma zu erlauben, im Bundesstaat Rio de Janeiro Endosulfan zu produzieren.

(Carina Weber)

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