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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Erfolgreicher Messeauftritt eröffnet Wege zu neuen Handelspartnerschaften für afrikanische Bauern

24.02.2009, PAN Germany, Alexandra Perschau

Download der Presse-Information vom 24. Februar 2009

Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) hat mit Partnerorganisationen aus Benin und Senegal auf der BioFach-Messe erfolgreich für die agrarische Produktvielfalt westafrikanischer Bio-Baumwollbauern geworben. Mit Hibiskus, Cashewnüssen, Sesam und der hier noch unbekannten Getreidepflanze Fonio verfügen die Baumwollbauern über interessante Produkte für Europäische Händler und Hersteller. Mit partnerschaftlichen Beziehungen zwischen den Händlern und den Bauerngenossenschaften ist es möglich, einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Einkommen und damit zur Armutsreduzierung leisten zu können.

PAN Germany, PAN UK, OBEPAB und Enda Pronat ziehen eine positive Bilanz ihrer Präsenz auf der BioFach, der Weltleitmesse für Bioprodukte. Ihr Auftritt mit einem Stand im Afrika Pavillon stieß auf großes Interesse bei den Fachbesuchern der Messe.

"Wir sind positiv überrascht über das große Interesse an den Produkten aus den neuen Bio-Baumwoll-Anbausystemen. Das bietet die Chance, den Bauern neue Märkte zu erschließen und endlich die Abhängigkeit von Baumwolle als einziger Einkommensquelle zu verringern", erklärt Davo Vodouhe, Direktor der OBEPAB, der Organisation zur Förderung des Biologischen Anbaus in Benin, die mit 3.000 Bauern in Benin kooperiert.

"Unser Ansatz, über den Verkauf weiterer Agrarprodukte aus dem Anbausystem der Bio-Baumwolle einen Beitrag zur Armutsreduzierung zu leisten, war für die meisten Händler neu. Er wurde von ihnen durchweg begrüßt und hat sie dazu motiviert, sich mit unseren Anbau-Projekten, den westafrikanischen Bauern und deren Produkten auch jenseits spezifischer Qualitätsanforderungen auseinanderzusetzen", ergänzt Malick Ndiaye, der für die Entwicklungsorganisation Enda Pronat die 2.000 Bauern umfassende Kooperative Yakar Niani Wulli im östlichen Senegal im Bio-Anbau und bei der Produktvermarktung unterstützt. Er freut sich zudem über das große Interesse an afrikanischem Hibiskus, der für viele Europäer ein neues Produkt darstellt, im Senegal und insgesamt in Sub-Sahara aber weit verbreitet ist.

"Die Projekte in Benin und Senegal wurden Mitte der 1990er Jahre gestartet und zählen zu den ersten Bio-Baumwollprojekten weltweit. Die Motivation für diese Projekte war die offenkundige Notwendigkeit, den Bauern einen Weg raus aus dem pestizidintensiven und damit für Mensch und Umwelt gefährlichen Anbau von konventioneller Baumwolle zu eröffnen. Die Projekte haben sich fortentwickelt und die positiven Effekte des Bio-Baumwollanbaus sollen jetzt weit über den Gesundheits- und Umweltschutz hinaus in den sozialen und ökonomischen Bereich hinein wirken. Um die Erfolge zu festigen und insbesondere die Lebenssituation der ländlichen Bevölkerung in Benin und Senegal zu verbessern, wollen wir die im Bio-Anbau vorhandene Vielfalt der agrarischen Produkte nun endlich auch ökonomisch nutzen", erläutert Alexandra Perschau, die beim Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) die Arbeit zu Bio-Baumwolle koordiniert.

Damien Sanfilippo von PAN UK ergänzt: "Mit unserem gemeinsamen Projekt verfolgen wir aber nicht den Export um jeden Preis. Die lokale Ernährungssicherheit hat erste Priorität. Die auf der Messe präsentierten Produkte spielen entweder für die Ernährung keine wichtige Rolle oder sind in Mengen vorhanden, die deutlich über den lokalen oder auch regionalen Bedarf hinausgehen."

Mit dem Projekt "Fibre, Food and Beauty for Poverty Reduction" kooperieren PAN Germany, PAN UK, OBEPAB aus Benin und Enda Pronat aus dem Senegal mit dem Ziel, Modelle für partnerschaftliche Handelsbeziehungen zwischen Bio-Baumwollprojekten und europäischen Unternehmen zur Vermarktung von den Baumwollanbau ergänzenden Agrarprodukten zu entwickeln.

Das Projekt erhält finanzielle Unterstützung durch EuropeAid, der Messeauftritt wurde weiterhin unterstützt von InWent mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Für Rückfragen:
PAN Germany: Alexandra Perschau, Tel. ++49-(0)40-3991910-25, E-Mail: alexandra.perschau(at)pan-germany.org

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