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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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EU-Parlament will mehr Schutz für Imker

20.12.2008, PAN Germany, Susan Haffmans

AUS: PAN Germany Pestizid-Brief November/Dezember 2008

Das Europäische Parlament verlangt Sofortmaßnahmen zur Unterstützung des Bienenzuchtsektors, Finanzhilfen für Imker

AUS: PAN Germany Pestizid-Brief November/Dezember 2008

Das Europäische Parlament verlangt Sofortmaßnahmen zur Unterstützung des Bienenzuchtsektors, Finanzhilfen für Imkereien und Maßnahmen zur Verbesserung der Bienengesundheit.

Die Bienenhalter in Europa haben mit sehr großen Schwierigkeiten zu kämpfen, sowohl aufgrund des Rückgangs des Bienenbestandes und des kritischen Zustandes der Bienengesundheit als auch aufgrund der Einfuhr von Erzeugnissen der Bienenzucht aus Drittländern. Das EU-Parlament verlangt daher Sofortmaßnahmen und hat die EU Kommission aufgefordert, eine umfassende Studie durchzuführen, um mögliche Zusammenhänge zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz bienengefährlicher Pestizide zu überprüfen. In einer Entschließung zeigt sich das EU-Parlament besorgt darüber, dass der Bienenbestand ernsthaft vom Rückgang bedroht ist, u. a. weil Pollen und Nektar als Ressourcen stark rückläufig sind. Weltweit gebe es einen "drastischen Rückgang" der Anzahl der Bienenvölker.1 Dem "kritischen Zustand der Bienengesundheit" müsse "unverzüglich" auf geeignete Art und Weise und mit wirksamen Mitteln entgegengewirkt werden, verlangen die Abgeordneten. Unter anderem müsse der Zusammenhang zwischen der Bienensterblichkeit und dem Einsatz von Pestiziden untersucht werden, "um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen im Hinblick auf die Zulassung dieser Erzeugnisse zu ergreifen". Zudem müsse mit Geldern aus dem EU-Haushalt die Erforschung von Parasiten und Krankheiten, die die Bienenvölker dezimieren, sowie von sonstigen möglichen Ursachen für ihre Dezimierung, wie dem Schwund der genetischen Vielfalt und dem Anbau genetisch veränderter Nutzpflanzen, verstärkt werden. Zukünftige Gesetze zum Anbau genetisch veränderter Nutzpflanzen in der EU müssten die Gesundheit von Bienen, die Möglichkeiten zur Vermarktung von Erzeugnissen der Biene und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Bienenzucht gebührend berücksichtigen.

Für die Imkereien, die wegen des Bienensterbens in Schwierigkeiten sind, verlangt das EP von der EU-Kommission, einen "Mechanismus mit Finanzhilfen" vorzuschlagen. Nötig seien zudem Sofortmaßnahmen zur Unterstützung des Bienenzuchtsektors durch die Mitgliedstaaten.

Die Kommission wurde eindringlich dazu aufgerufen, die Informationen aus den verschiedenen Mitgliedsländern und mögliche "angemessene" Maßnahmen zum pestizidbedingten Bienensterben zu koordinieren. 458 Abgeordnete stimmten für die Entschließung, 13 dagegen, 5 enthielten sich der Stimme.

1 MEP's call for study on pesticide/ bee llink. Agrow No 556, 21. November 2008, Seite 12 EP besorgt über Lage der Bienenzucht und Bienengesundheit in Europa. Pressemitteilung des Europaparlaments vom 20.11.2008 http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/032-42550-322-11-47-904-20081119IPR42549-17-11-2008-2008-false/default_de.htm

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