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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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EU: Neuer Höchststand bei Pestizidrückständen in Lebensmitteln

31.10.2008, Susanne Smolka

Aus: PAN Germany Pestizid-Brief September/Oktober 2008

Der Monitoringbericht zu Pestizidrückständen in pflanzlichen Lebensmitteln für das Jahr 2006 wird neue Höchstwerte für die Gesamt-EU präsentieren. PAN Germany konnte bereits einen Blick in den neuen Monitoringbericht zu Pestizidrückständen in pflanzlichen Lebensmitteln der EU-Kommission für das Untersuchungsjahr 2006 werfen (Entwurf vom 8.9.2008), dessen Veröffentlichung in den kommenden Wochen erwartet wird. Die neuen Rückstandsdaten markieren einen neuen, erschreckenden Höchststand an Pestizidbelastungen für die Verbraucher der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt sind 48,7% der untersuchten Obst, Gemüse und Getreideproben mit Pestizidrückständen belastet - ein neuer Höchststand. Davon überschritten 4,7% der Proben die zulässigen Höchstmengen - immerhin 0,3% weniger als im Vorjahr. Rapide steigen die Mehrfachbelastungen: waren es 2003 noch 16%, lagen sie 2005 bei 23% und im aktuellen Berichtsjahr bei 29%. Im EU-koordinierten Monitoring überstiegen einige Pestizidrückstände die toxikologische Schwelle der Akuten Referenzdosis, so dass gesundheitliche Beeinträchtigungen nach einmaligen Verzehr nicht auszuschließen sind. Hier fällt besonders die Benomyl-Gruppe, Captan, Carbaryl und Dimethoat bei Weintrauben negativ auf.

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