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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Vielfalt für Hamburg

21.05.2008, PAN Germany Presse-Information

22. Mai ist der internationale Tag der biologischen Vielfalt
PAN lädt ein zur Mitmach-Aktion in Hamburg

Der diesjährige internationale Tag der biologischen Vielfalt macht auf den weltweit rapiden Verlust von biologischer Vielfalt aufmerksam. Und das aus gutem Grund: Wir erleben derzeit einen dramatischen Rückgang an biologischer Vielfalt. Einzelne Arten und Lebensräume verschwinden. In Deutschland sind laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV 2007) aktuell rund 40% der wildlebenden Tierarten, ca. 30% der Farn- und Blütenpflanzen und etwa 70% der Lebensräume (Biotoptypen) gefährdet.

Mit der Mitmach-Aktion von PAN zum diesjährigen Tag der biologischen Vielfalt, will der Verein PAN vor allem Menschen für die Natur begeistern und sie dazu anregen, in ihrem Alltag etwas zum Schutz der Natur beizutragen. Dass Vielfalt Spaß macht, beweist PAN mit seiner Mitmach-Aktion, zu der herzlich eingeladen wird: Passanten dürfen ihre Köpfe in die Öffnungen einer mit Tieren und Pflanzen liebevoll gestalteten Lochwand stecken und so Teil der "Vielfalt für Hamburg" werden. Familien sind besonders willkommen. Wer möchte, wird fotografiert und darf neben Informationsmaterialien auch ein Foto von sich als Blume, Hirsch, Schmetterling oder "Baumgucker" mit nach Hause nehmen. Die Aktion findet am 22. Mai zwischen 11h und 16h statt, in der Ottenser Hauptstraße 10-12 (Fußgängerzone in Altona, gegenüber vom Mercado-Einkaufszentrum.)

Die Art und Weise wie Landwirtschaft betrieben wird, hat einen erheblichen Einfluss auf die biologische Vielfalt. Etwa 35.000 Tonnen Pestizidwirkstoffe werden pro Jahr vor allem im Acker-, Obst- und im Gemüsebau in Deutschland eingesetzt. Als Folge des intensiven chemischen Pflanzenschutzes finden sich Pestizide mittlerweile überall: im Boden, in Oberflächengewässern, als Rückstände in Nahrungsmitteln und in Organismen. Kaulquappen verkümmern, Schnecken werden unfruchtbar und Meisenküken werden nicht mehr satt. Dabei gibt es praxistaugliche Alternativen. "Eine Landwirtschaft, die schonend mit der Umwelt umgeht und auf den Einsatz von chemischen Pestiziden verzichtet, trägt erwiesener Maßen zum Erhalt der biologischen Vielfalt bei." sagt Dipl. Ing. agr. Susan Haffmans vom Pestizid Aktions-Netzwerk. Sie koordiniert das PAN Projekt "Vielfalt versus Pestizide" und hat alltagstaugliche Tipps parat, wie ein Jeder zum Schutz der biologischen Vielfalt beitragen kann.

Weitere Informationen:
Susan Haffmans, Tel. +43-40-3991910-25
E-Mail: susan.haffmans(at)pan-germany.org oder unter www.pan-germany.org

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