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PAN Germany Veranstaltung zur Frage der Kennzeichnung von nachhaltiger Mode beim BioFach-Kongress

27.02.2008, PAN Germany, Alexandra Perschau

Am Samstag, 23. Februar 2008 ging PAN Germany im Rahmen des Kongressprogramms der BioFach, der weltgrößten Messe für Bio-Produkte, der Frage nach, wie "nachhaltige Mode" gekennzeichnet werden sollte. Auf dem Podium erläuterten Experten die rechtlichen Grundlagen der kontrolliert biologischen Faserproduktion, Fair Trade Standards für Baumwolle, den privatwirtschaftlichen Standard für Biologische Textilen (GOTS) und das Konzept von MADE-BY.

Mit der Veranstaltung wollte PAN Germany eine Diskussion anschieben um Standards und Labels, die im Bereich Fair Fashion zu finden sind. Über die gesetzlich geregelte biologische Faserproduktion hinaus hat sich mittlerweile ein gesellschaftlicher Diskurs entwickelt, der von "Fair Fashion" mehr verlangt. So hat der Faire Handel Standards für Baumwolle entwickelt. Jens Soth berichtete als Vertreter der Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas über die Synergieeffekte, die die Afrikanischen Bio-Baumwollprojekte durch die Doppelzertifizierung von Bio und Fair Trade erzielen konnten.

Der privatwirtschaftliche Standard GOTS (Global Organic Textile Standard), über den Mecki Nascke vom IMO (Institut für Marktökologie) referierte, hat Kriterien für eine möglichst umweltschonende Weiterverarbeitung entwickelt und trägt auch den durch die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definiert Kernarbeitsnormen Rechnung.

Neben vorhandenen Produktstandards und Labels werden teilweise auch Unternehmen betrachtet. So konnte sich in den Niederlanden ein Konzept, das Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Produktionskette unterstützt, etablieren. MADE-BY befindet sich im Prozess der Internationalisierung und erweitert sein Wirkspektrum derzeit insbesondere nach Deutschland. Mark Huis in't Veld, Direktor der niederländischen MADE-BY Stiftung, erläuterte insbesondere Aspekte für die Kundenkommunikation, die von MADE-BY entwickelt wurden und der Positionierung des Labels im Markt dienen.

Denn eines wurde durch den einführenden Beitrag von Alexandra Perschau deutlich. Neben der qualitativen Bewertung der verschiedenen Ansätze von Standards und Labeln, ist die Kernfrage, ob die Kundin/ der Kunde die Labels kennt und ihnen vertraut.


Podium PAN Veranstaltung Biofach 2008
Bild von links: Auf dem Podium Mark Huis in't Veld, Saro Ratter, Mecki Naschke und Jens Soth. Am Sprecherpult: Alexandra Perschau

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