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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Beziehen Sie Stellung zu Pestiziden

10.10.2007, PAN Germany

Wussten Sie, dass in den Lebensmitteln für europäische Verbraucher insgesamt 324 verschiedene Pestizide als Rückstände nachgewiesen worden sind? Bei vielen der häufig vorkommenden Pestizide sind unerwünschte "Nebenwirkungen" auf die menschliche Gesundheit nachgewiesen. Die Hälfte aller untersuchten Früchte- und Gemüseproben enthalten Pestizid-Rückstände. Und bei jedem vierzigsten in der EU angebauten Lebensmittel werden Pestizid-Rückstände über den erlaubten Höchstmengen festgestellt.

Ende Oktober werden Ihre Abgeordneten im Europäischen Parlament sehr wichtige Entscheidungen darüber treffen, wie die Pestizidanwendung in der Europäischen Union zukünftig geregelt werden soll. Setzen Sie sich, zusammen mit EU Pesticide Watch, dafür ein, dass der vorsorgende Schutz von Umwelt und Gesundheit verbessert wird. Sie benötigen nur eine Minute, um Ihren Bedenken gegenüber Pestiziden Ausdruck zu verleihen.

Action Beziehen Sie Stellung zu Pestiziden unter: www.pesticidewatch.eu

Die Seite bietet allen interessierten Bürgern die Möglichkeit, ihren gewählten Parlamentariern vorbereitete E-Mail-Briefe (Text siehe unten) zu schicken, um sie aufzufordern, die gefährlichsten Pestizide in Europa vom Markt zu nehmen und sich stärker für den Schutz empfindlicher Gruppen, wie Kinder und Babys bei Pestizidrisiken einzusetzen.

Das Abstimmungsverhalten der Parlamentarier wird auf der Website www.pesticidewatch.eu veröffentlicht, die durch eine breite Koalition von Nichtregierungsorganisationen unterstützt wird.


Folgender Brief (die in Klammern gesetzten Platzhalter werden durch Ihre Angaben ersetzt) wird bei der Aktion an Ihre EU-Abgeordneten geschickt :

Betreff: Schutz der Gesundheit und der Umwelt vor gefährlichen Pestiziden

Sehr geehrte/geehrter {recipient},

{email_text}

{text}

ich möchte Sie mit diesem Brief bitten, sich für einen verbesserten Schutz für Mensch und Umwelt vor vermeidbaren Pestizidbelastungen einzusetzen.

Nach den Daten der Europäischen Kommission sind in den, in der EU vermarkteten Lebensmitteln insgesamt über 300 verschiedene Pestizide als Rückstände nachgewiesen worden. Bei vielen der häufig vorkommenden Pestizide sind unerwünschte „Nebenwirkungen“ auf die menschliche Gesundheit nachgewiesen. Die Hälfte aller untersuchten Früchte- und Gemüseproben enthalten Pestizid-Rückstände. Und bei jedem Vierzigsten in der EU angebauten Produkt werden Pestizid-Rückstände über den erlaubten Höchstmengen festgestellt.

Als besorgter Verbraucher und BürgerIn liegt mir die Gesundheit meiner Familie, meiner Freunde und mein ein eigenes Befinden sehr am Herzen. Viele andere Menschen teilen meine Besorgnis.

In der anstehenden Plenarsitzung im Oktober 2007 haben Sie die Möglichkeit, die Ausgestaltung der Verordnung und der Rahmenrichtlinie, die die Zulassung, die Vermarktung und die Anwendung von Pestiziden in der EU zukünftig regeln sollen, positiv zu beeinflussen.
Es gibt äußerst seltene die Chance, sich in dieser Form für nachhaltige Strategien und Maßnahmen einzusetzen, die einen verbesserten Schutz vor gefährlichen Pestiziden bieten.

Als mein gewählter Volksvertreter im Europäischen Parlament möchte ich Sie um Unterstützung bitten,

  • damit die gefährlichsten Pestizide in der EU zukünftig nicht mehr vermarktet und eingesetzt werden dürfen. Pestizidwirkstoffe, die unter den Verdacht stehen das Nervensystem, das Immunsystem oder das Hormonsystem zu schädigen oder die krebserregend oder erbgutschädigend sind, sollten zukünftig keine behördliche Zulassung mehr erhalten;
  • damit im Rahmen der Zulassungsprüfung sichergestellt wird, dass die gesamte überprüfte wissenschaftliche Literatur zu den negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit in einer vergleichenden Begutachtung einbezogen wird;
  • damit sichergestellt wird, dass für empfindliche Gruppen - insbesondere für Kinder - die höchsten Standards angelegt werden, um sie vor Gesundheitsbeeinträchtigungen durch gefährliche Pestizide zu schützen;
  • damit Strategien und Verfahren einer pestizidarmen landwirtschaftlichen Produktion in einem festgesetzten Zeitraum verbindlich in die konventionelle Landwirtschaft eingeführt werden, und das die Landwirte bei dieser Umstellung unterstützt werden;
  • damit eine für die Öffentlichkeit zugängliche Datenbank mit genaue Informationen zum Pestizideinsatz in der EU aufgebaut wird, so dass beispielsweise Mediziner ein besseres Verständnis über die Beziehung zwischen Gesundheitsbeeinträchtigungen und Pestizidbelastungen gewinnen können.

Mit einer verbesserten Pestizidgesetzgebung kann die Europäische Union einen maßgeblichen Beitrag für den Umwelt- und Gesundheitsschutz leisten.

Ich danke Ihnen für die Berücksichtigung meiner Anfrage.

Mit freundlichen Grüssen

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