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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Agrarchemikalien können Frühgeburten fördern

01.07.2007, Susanne Smolka

Aus: PAN Germany Pestizid-Brief Juli/August 2007

Eine umfassende US-Erhebung, im Rahmen derer 27 Millionen Geburten erfasst wurden, lässt einen Zusammenhang zwischen der Frühgeburtenrate und den Konzentrationen von Pestiziden und Nitrat in Oberflächengewässern erkennen.

Nach den aktuellen Ergebnissen einer Langzeituntersuchung von 27 Millionen Geburten der Jahre 1996 bis 2002 in den USA kommen Wissenschaftler der medizinisch-pädiatrischen Fakultät der Universität von Indiana zu dem Resultat, dass sich ein Zusammenhang zwischen der saisonal schwankenden Zahl von Frühgeburten und den ebenfalls saisonal schwankenden Konzentrationen von Pestiziden und Nitrat in Oberflächengewässern feststellen lässt. So steigt regelmäßig die Rate an Frühgeburten in den Monaten Mai und Juni, der Zeit des intensivsten Einsatzes von Pestiziden und Nitratdünger, deutlich an. Die niedrigsten Werte von Gewässerbelastungen als auch von Frühgeburten sind in den Monaten August und September zu verzeichnen. Dieser Zusammenhang ist unabhängig von individuellen Faktoren wie Alter der Mutter, Bildung, Einkommen, Alkohol- oder Zigarettenkonsum. Der Wohnort, ob in der Stadt oder auf dem Land, spielt ebenfalls keine Rolle.

Die Studie ist ein weiterer alarmierender Anhaltspunkt dafür, dass der intensive Einsatz von Agrarchemikalien und die Exposition von schwangeren Frauen in Bereichen der "natürlichen" Hintergrundbelastung pandemische Effekte auslösen und nachteilige Effekte auf die Entwicklung von Kindern haben kann.


1 Premature Birth may be linked to Seasonal Levels of Pesticides and Nitrates in Surface Water, Presseinformation vom 7. Mai 2007, unter: http://www.medicine.indiana.edu/ news_releases/viewRelease.php4?art=685

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