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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Wenig Fortschritte bei der Pestizidreduktion

07.03.2006, PAN Germany Presse-Information

Auf der morgigen Agrarministerkonferenz steht das Deutsche Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz auf der Tagesordnung. PAN Germany fordert die Agrarminister zu mehr Engagement auf.

Vor einem Jahr, im März 2005, sagten die Agrarminister der Bundesländer dem "Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz" ihre Unterstützung zu. Sie formulierten das Ziel, den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft innerhalb von 10 Jahren um 15 % zu senken. Eine aktuelle Umfrage von PAN Germany bei den zuständigen Ministern und Senatoren der Bundesländer belegt erhebliche Anlaufschwierigkeiten bei der Initiierung von Maßnahmen des Reduktionsprogramms.

PAN fragte nach dem Stand der Implementierung von bestimmten Maßnahmen. PAN wollte wissen, ob, wie im Reduktionsprogramm gefordert, der integrierte Pflanzenbau z.B. im Rahmen von Agrar-Umweltprogrammen gefördert wird und ob Maßnahmen zum Ausbau der landwirtschaftlichen Beratung und der Fort- und Weiterbildung zur Verbesserung der Sachkunde von Landwirten ergriffen wurden. Das Ergebnis: Es wurde bislang nur sehr wenig getan. Am besten schneidet Brandenburg ab, wo es ein Förderprogramm für den kontrolliert -integrierten Gartenbau gibt und im Rahmen von Schulungen über das Reduktionsprogramm informiert wurde. Carina Weber, Geschäftsführerin von PAN Germany: "Wir haben Verständnis für Anlaufschwierigkeiten. Aber in vielen Bundesländern existiert offenbar die Devise, tradierte Maßnahmen einfach nur mit einem neuen Etikett zu versehen."

PAN drängt jetzt darauf, im Rahmen der Ausgestaltung der Agrar- Umweltprogramme für 2007-2013 gezielt die Weichen in Richtung Pestizidreduktion zu stellen. PAN fordert die Agrarminister auf, im Rahmen der morgigen Konferenz deutliche Signale für eine verstärkte Umsetzung des Reduktionsprogramms chemischer Pflanzenschutz zu setzen.

Über die Hälfte unserer pflanzlichen Lebensmittel enthalten Pestizidrückstände, und bei über 8% unserer Lebensmittel werden die erlaubten Höchstmengen überschritten. Pestizide kontaminieren das Grundwasser und gefährden die Lebensgemeinschaften in Gewässern (weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter http://www.pestizidreduktion.de).

Der Umfrage-Bericht "Ein Jahr Pestizid-Reduktionsprogramm in Deutschland - Wie aktiv sind die Bundesländer?" ist als PDF-Download auf der PAN Germany Homepage unter http://www.pan-germany. org/download/umfrage-bericht06.pdf verfügbar.


Weitere Informationen:
Susanne Smolka, Tel. 040-3991910-24, E-Mail: susanne. smolka@pan-germany.org

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