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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Pestizidrisiken ernst nehmen - Für eine Reduktion des Pestizideinsatzes in Deutschland

23.11.2005, PAN Germany Presse-Information

PAN Germany wendet sich mit einem offenen Brief an den Bundesminister für Umwelt-, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Sigmar Gabriel und an den Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Lorenz Seehofer.


Die Bundesminister Gabriel und Seehofer werden in dem Brief aufgefordert, sich für die erfolgreiche Umsetzung des deutschen "Reduktionsprogramms Chemischer Pflanzenschutz" einzusetzen und somit für den Schutz deutscher VerbraucherInnen und den Schutz unserer Umwelt vor den unabwägbaren Risiken der Pestizidbelastungen in Lebensmitteln, Gewässern und Böden einzutreten.


In Deutschland sind über die Hälfte der untersuchten pflanzlichen Lebensmittel mit Pestizidrückständen belastet, und in jedem dritten pflanzlichen Lebensmittel wird ein Gemisch aus Pestiziden nachgewiesen.


"Die Risiken dieser Pestizidgemische werden in der Risikoabschätzung nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem werden häufig Zielvorgaben und Grenzwerte zum Schutz der Trinkwasserversorgung und der Ökosysteme überschritten. Der Zusammenhang zwischen dem Verlust der Artenvielfalt und Pestizidbelastungen wird durch zahlreiche Studien belegt. Weiter zu forschen ist gut, jetzt entsprechend dem Vorsorgeprinzip zu handeln, ist besser", so Susanne Smolka von PAN Germany.


Diese Position nimmt auch die Europäische Kommission ein. Sie hat sich im Rahmen ihres 6. Umweltaktionsprogramms dafür ausgesprochen, eine "generell geringere Verwendung von Pestiziden" zu erreichen.


In Deutschland wurde mit Zustimmung aller Interessengruppen und der Agrarminister der Länder zu Beginn des Jahres 2005 das "Reduktionsprogramm chemischer Pflanzenschutz" verabschiedet. Auf der Agrarministerkonferenz im März wurde eine Reduktion des Einsatzes von Pestiziden in der Landwirtschaft um 15% in den nächsten 10 Jahren beschlossen.


Nach Auffassung von PAN Germany gilt es jetzt die geplanten Maßnahmen des Programms zügig in die Praxis umzusetzen.


Den offenen Brief finden sie unter:
http://www.pan-germany.org/download/offener_brf_reduprog.pdf


Weitere Informationen:
Susanne Smolka, Tel. 040-399 19 10-24, (susanne.smolka@pan-germany.org)
www.pan-germany.org, www.pestizidreduktion.de

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