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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Undurchsichtig und undemokratisch: PAN Germany macht Vorschläge für eine Reform der Codex Alimentarius Kommission

13.02.2003, PAN Germany Presse-Information

Im einem Papier zur Codex Alimentarius Kommission macht das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. Vorschläge zur Reform der kaum bekannten, aber einflussreichen internationalen Kommission für Lebensmittelstandards. Anlass für das Positionspapier ist eine offizielle Evaluierung der Arbeit der Kommission.

Heute tagt in Genf die Codex Alimentarius Kommission, um erstmals über eine kürzlich durchgeführte externe Evaluierung ihrer Arbeit zu diskutieren. Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) hat ebenfalls Vorschläge für eine Reform der Kommission ausgearbeitet, die bereits seit über 40 Jahren auf internationaler Ebene in Sachen Lebensmittelstandards agiert. Diese Vorschläge basieren auf eigenen Erfahrungen, die durch die Teilnahme an den Sitzungen des Codex Komitees zu Pestizidrückständen gemacht wurden.

"PAN Germany bedauert es, dass es im vorliegenden Evaluierungsbericht versäumt wurde, grundsätzliche Mängel der Zielsetzung und der Arbeitsweise der Kommission aufzugreifen. Wir vermissen vor allem die Anwendung des Vorsorgeprinzips und dass gewährleistet ist, dass alle Interessengruppen an der Entscheidungsfindung gleichberechtigt beteiligt sind. Denn insbesondere Entwicklungsländer und Nichtregierungsorganisationen, die Verbraucherinteressen vertreten, sind in der Kommission und deren Gremien in der Regel stark unterrepräsentiert," erklärt Alexandra Baier von PAN.

Die von PAN Germany gemachten Vorschläge für eine Reform der Codex Alimentarius Kommission umfassen drei Bereiche. Grundsätzlich muss sichergestellt werden, dass die von der Kommission festgelegten Standards den Schutz der Gesundheit der Verbraucher als oberstes Ziel beibehalten. Erleichterungen für den internationalen Handel müssen dem Verbraucherschutz und dem Vorsorgeprinzip untergeordnet werden. Weiterhin ist eine gleichberechtigte Teilhabe aller Interessengruppen am Entscheidungsfindungsprozess herbeizuführen. Hier gilt es zum einen, die Dominanz der Wirtschaft einzuschränken, und zum anderen die Partizipationsmöglichkeiten von Entwicklungsländern zu verbessern. Bezüglich der Festlegung von Standards für Pestizidrückstände in Lebensmitteln fordert PAN Germany, dass die Kommission einen ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatz verfolgen muss, der rückstandsfreie Lebensmittel als elementares Ziel festschreibt.


Die englischsprachige Broschüre "Towards pesticide-free food: PAN Germany's suggestions for a Codex Alimentarius reform" kann als PDF-Dokument von der PAN Germany Homepage unter http://www.pan-germany.org/download/codex.pdf heruntergeladen werden.


Weitere Informationen: Alexandra Perschau, Tel.: 040 / 399.19.10-25

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