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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Festlegung von Lebensmittelstandards: Reformvorschläge unzureichend

26.06.2003, PAN Germany Presse-Information

Die Codex Alimentarius Kommission ist das wichtigste internationale Gremium zur Festlegung von Lebensmittelstandards. Ab dem 30. Juni diskutiert die Kommission die offizielle Evaluierung ihrer Arbeit in Rom. Das Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. und die VERBRAUCHER INITIATIVE fordern umfassendere Reformen.

Ab dem 30. Juni tagt die Codex Alimentarius Kommission in Rom. Obwohl kaum bekannt, ist die Kommission das wichtigste internationale Gremium zur Festlegung von Lebensmittelstandards, wie z.B. Rückstandshöchstmengen von Pestiziden.

Im letzten Jahr wurde erstmals eine externe Evaluierung der seit über 40 Jahren tätigen Kommission durchgeführt. Ziel der offiziellen Evaluierung war, die bisherige Arbeit der Codex Alimentarius Kommission zu bewerten und ihre zukünftige Arbeit zu verbessern. Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Evaluierung werden jetzt in Fachkreisen diskutiert. PAN Germany und die VERBRAUCHER INITIATVE haben eine Stellungnahme zum Evaluierungsbericht verfasst, in der bedauert wird, dass der Evaluierungsbericht zahlreiche wichtige Maßnahmen zur Reform der Kommission vermissen lässt.

PAN Germany und die VERBRAUCHER INITIATVE bedauern insbesondere, dass die von der Kommission festgelegten Standards nach wie vor nicht die Verbraucherschutzinteressen sicherstellen. Dies ist aus Sicht der beiden Organisationen nur über die konsequente Einführung und strikte Umsetzung des Vorsorgeprinzips möglich. Die Kommission muss sich, so PAN Germany und die VERBRAUCHER INITIATVE, einen ganzheitlichen Ansatz zu eigen machen und rückstandsfreie Lebensmittel als ultimatives Ziel anerkennen. Weiterhin muss dem Verbraucherschutz immer Vorrang vor dem freien Handel eingeräumt werden. Darüber hinaus kann nur die gleichberechtigte Teilhabe aller Interessengruppen am Entscheidungsfindungsprozess Standards mit internationaler Bedeutung legitimieren.

"Bisher sind Nichtregierungsorganisationen, die Verbraucherschutzinteressen vertreten, in der Kommission und deren Gremien im Vergleich zur Industrie stark unterrepräsentiert. Leider sehen die im Evaluierungsbericht genannten Reformvorschläge auch keine Maßnahmen zur Stärkung der Beteiligung von Verbraucherschutzorganisationen vor", sagt Karina Nikov von PAN Germany.


Die ausführliche Stellungnahme von PAN Germany und der VERBRAUCHER INITIATVE kann als pdf-Dokument von der PAN Germany Homepage unter http://www.pan-germany.org/download/stellungnahme-codex.pdf heruntergeladen werden.


Weitere Informationen: Karina Nikov, Tel. 040-3991910-26 (karina.nikov@pan-germany.org)

Zusatzinformationen können auch in unserer Broschüre "Towards pesticide-free food: PAN Germany's suggestions for a Codex Alimentarius reform" unter http://www.pan-germany.org/download/codex.pdf nachgelesen werden.

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