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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Appell an Kofi Annan, Pestizidhersteller von der Global Compact Initiative auszuschließen

03.12.2002, PAN Germany Presse-Information

Anlässlich des vom internationalen Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) ausgerufenen "weltweiten Tag gegen den Pestizideinsatz" wenden sich die KoordinatorInnen der PAN-Regionalzentren an den UN Generalsekretär Kofi Annan. Mit ihrem Schreiben unterstützen sie den Appell einer Dorfgemeinschaft aus Peru, die den Ausschluss der Bayer AG aus der UN Global Compact Initiative fordert.


Kinder in Peru durch Bayer-Pestizid gestorben
Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Peru kam zu dem Ergebnis, dass die Bayer AG für die durch das Pestizid Parathion-Methyl verursachte tödliche Vergiftung von 24 Kindern aus dem Andendorf Tauccamarca verantwortlich sei. Der Vorfall ereignete sich bereits im Jahr 1999, als die Kinder in der Schule mit dem Pestizid verunreinigtes Milchpulver zu trinken bekamen. Die Bayer AG wurde als Hauptimporteur des extrem gefährlichen und hochgiftigen Insektenvernichtungsmittels vom eigens eingesetzten Untersuchungsausschuss identifiziert.

Unglücksfall repräsentiert Probleme mit Pestiziden in Entwicklungsländern
PAN betont, dass es sich nicht um einen unglücklichen Einzelfall handelt. "Unsere seit 20 Jahren andauernde Arbeit hat gezeigt, dass der Einsatz von Pestiziden in bestimmten Regionen der Welt sehr problematisch ist. Insbesondere gilt dies dort, wo Bäuerinnen und Bauern, deren Familien und die Land- und Plantagenarbeiter keinen Zugang zu oder keine wirtschaftlichen Mittel für Sicherheitsausrüstung haben, wo es sich um Analphabeten handelt und/oder wo keine Kenntnisse über die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt vorhanden sind" erklärt Carina Weber, PAN Germany Geschäftsführerin.

Appell zum Ausschluss der Bayer AG vom Global Compact
Die PAN Regionalzentren unterstützen daher den Appell der betroffenen Dorfgemeinschaft an Generalsekretär Kofi Annan, im Namen der Vereinten Nationen Pestizidhersteller dazu aufzufordern, ihre gefährlichsten Produkte vom Markt zu nehmen. Auch sollten Unternehmen, die solche hochgefährlichen Produkte vermarkten, von der UN Global Compact Initiative ausgeschlossen werden, stellen sie doch die Glaubwürdigkeit eines solchen Programms, das Menschenrechte und Umweltschutz voranbringen will, in Frage.

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