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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Kinder vor Rasengift schützen

09.06.2000, PAN Germany Presseinformation

US-Behörde verbietet Chlorpyrifos als Insektenvernichtungsmittel im Garten. PAN Germany fordert auch für Deutschland ein Verbot.

Heute kündigte die US-Administration an, das Pestizid Chlorpyrifos für fast alle Anwendungen im Haus und Garten zu verbieten. Damit sollen Gefahren - insbesondere für Kinder - reduziert werden. Eine Neubewertung von Chlorpyrifos durch die amerikanische Zulassungsbehörde EPA ergab, dass das Risiko einer Überreizung der Nerven durch Chlorpyrifos gerade für Kinder zu groß ist. PAN Germany fordert deshalb die sofortige Rücknahme der Zulassung für solche Mittel auch in Deutschland.

Insektizide mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos sind in Deutschland v.a. zur Bekämpfung von Ameisen zugelassen. Die deutsche Zulassungsbehörde hat solche Präparate mit folgender Kennzeichnungsauflage versehen: "Nutzung behandelter Rasenflächen als Spiel- und Liegewiesen erst nach dem nächsten Schnitt." Derartige Auflagen werden nicht immer eingehalten. Spielen Kinder auf behandelten Rasenflächen, besteht die Gefahr einer Überreizung der Nerven sowie von Schwindel, Verwirrung und Atembeschwerden.

In Deutschland sind insgesamt neun Mittel mit dem Wirkstoff Chlorpyrifos zugelassen. Von diesen neuen Mitteln sind fünf für den Einsatz gegen Ameisen vorgesehen und vier Mittel für die Bekämpfung der Kleinen Kohlfliege und der Möhrenfliege im Haus- und Kleingarten sowie im Freiland.

Zum Schutz von Kindern hat die US-Behörde außerdem die Grenzwerte für Chlorpyrifosrückstände in Äpfeln, Tomaten und Trauben verschärft.

Weitere Informationen: Carina Weber, Tel. 040-39.91.91.0-23


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