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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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FAO und WHO warnen vor Pestiziden mit geringer Qualität

01.01.2001, Carina Weber

"Rund 30% der in Entwicklungsländern vermarkteten Pestizide mit einem Marktwert von 900 US-Dollar entsprechen nicht den international akzeptierten Standards. Sie stellen eine ernsthafte Gefährdung der menschlichen Gesundheit und der Umwelt dar." Zu dieser Einschätzung gelangten jüngst die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem gemeinsamen Statement. Gero Vaagt, ehemaliger Mitarbeiter der deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) und derzeit verantwortlich für die Pestizidpolitik der FAO: "Diese Pestizide mit geringer Qualität enthalten regelmäßig gefährliche Substanzen und Verunreinigungen, die anderswo bereits verboten sind." Solche Pestizide würden oft dazu beitragen, dass die Lagerbestände nicht mehr verwendbarer bzw. obsoleter Pestizide weiter anwachsen. Besonders ungünstig sei die Lage in den Sub-Sahara-Staaten Afrikas, in denen es an einer Qualitätskontrolle des Pestizidmarktes mangele.

Der globale Marktwert von Pestiziden wurde für das Jahr 2000 auf etwa 32 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Anteil des Pestizidmarktes der Entwicklungsländer am Weltmarkt der Pestizide beträgt jedoch, so FAO und WHO, nur 3 Milliarden US-Dollar.

(Carina Weber)


(Aus: Pestizid-Brief Januar/Februar 2001)


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