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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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In Mexiko wird zunehmend mit Pestiziden gefischt

01.11.2001, Carina Weber, PAN Germany

Ein Bericht der mexikanischen Umweltbehörde dokumentiert die illegale Nutzung von Pestiziden. In den Küstengewässern des Pazifiks werde, so der Bericht, zunehmend mit Pestiziden gefischt. Mindestens zwei Insektizide werden benutzt, um eine hummerähnliche Schalentierart zu fangen. Bei den beiden Insektiziden handelt es sich um das Pyrethroid Deltamethrin, das für aquatische Lebewesen hoch toxisch ist, sowie um das Organophosphat Coumaphos, das von der Weltgesundheitsorganisation als extrem gefährlich eingestuft wird. Die mexikanische Umweltbehörde verurteilt die Praxis des Fischens mit Pestiziden. Sie ist jedoch nicht der Frage nachgegangen, ob Fische, Schalentiere oder andere aquatische Lebewesen, die auf diese Weise gefangen wurden, ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher darstellen.

Auch in anderen Regionen Mexikos gibt es Hinweise darauf, dass mit Hilfe von Pestiziden gefischt wird. Unter anderem wird das Uxpanapa Tal genannt, das eine besonders hohe Biodiversität aufweist. In dieser Region wurden von einer Nichtregierungsorganisation auch Gesundheitsbeeinträchtigungen festgestellt - akute Erkrankungen, die im Zusammenhang mit dem Verzehr von kontaminierten Fischen und Schalentieren stehen, wurden in direkter Umgebung des Gebiets dokumentiert, in dem der Fischfang mit Pestiziden betrieben wird.

Quelle: Global Pesticide Campaigner, Volume 11, No. 2, page 29.

Aus: Pestizid-Brief November/Dezember 2001

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