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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Nitrofen-Skandal ist Symptom der Pestizidwirtschaft in Deutschland

01.05.2002, PAN Germany

Dass eines der gefährlichsten Pestizide ausgerechnet in Lebensmitteln aus kontrolliert biologischem Anbau gefunden wurde, hielt die ökologische Landwirtschaft und die Bevölkerung gleichermaßen in Atem. Die Quelle der Kontamination ist nun endlich aufgeklärt. Dass der Öko-Landbau als solches nicht versagt hat, bestätigt mit Sicherheit die Öko-Konsumenten.

Die Schlussfolgerung aus diesem Skandal heißt: undurchsichtiger Handel plus nachlässige Behörden sind eine gefährliche Mischung für die Verbraucher, aber auch für das Image der Landwirtschaft. PAN Germany fordert daher grundsätzliche Maßnahmen, damit die Verbraucher wieder auf die hohe Qualität ihrer Lebensmittel vertrauen können:

  • Der Handel mit Futter- und Lebensmitteln muss durchsichtiger werden
  • Pestizidaltlasten müssen ermittelt und beseitigt werden
  • Der Einsatz von Pestiziden in Lagerhallen und in der landwirtschaftlichen Produktion muss dokumentiert werden und für Kontrollbehörden aber auch die weiterverarbeitende Industrie offengelegt werden
  • Der Einsatz von Pestiziden muss generell reduziert werden, Rückstände dürfen gar nicht erst entstehen (siehe PAN Germany-Projekt From Law to Field)
  • Die Behörden und Politiker müssen endlich das Thema Pestizidrückstände in Nahrungsmitteln ernst nehmen und ein effizientes Warnsystem zum Schutz der Verbraucher aufbauen (siehe PAN-Pressemitteilung vom 14. März 2002)

Die PAN Germany-Veröffentlichung "Agrarwende auch im Pflanzenschutz - Forderungskatalog" enthält weitere Forderungen zum Schutz der Verbraucher und der Umwelt vor Pestiziden.

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