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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Pestizide reduzieren im Echten Norden

29.11.2017, Gemeinsame Pressemitteilung von NaturFreunde S-H und PAN Germany

Download der Presseinformation vom 29.11.2017 (pdf-file, 111 kb)

Kiel/Hamburg 29.11.2017. Wie kann der Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft, in Kommunen, in Baumschulen, Gärtnereien sowie in Haus- und Kleingärten reduziert werden und wie kann dies in Schleswig-Holstein umgesetzt werden? Diesen Fragen soll am 1. Dezember im Landeshaus in Kiel von 14:00 bis 18.00 Uhr auf Einladung der NaturFreunde Schleswig-Holstein und des Pestizid Aktions-Netzwerks nachgegangen werden.

Der Sprecher des Umwelt- und Agrarausschusses im EU-Parlament, Martin Häusling, wird in einem einführenden Impulsreferat den notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion und Pflanzenschutzes in der EU aufzeigen. Prof. Dr. Edmund Maser vom Toxikologischen Institut der Christian-Albrechts-Universität, Sebastian Kaiser vom Bund Deutscher Energie- und Wasserversorger (BDEW) sowie Susanne Smolka von PAN Germany erläutern, warum Maßnahmen zur Pestizidreduktion notwendig sind. Über das "wie" soll eine vom Landesnaturschutzbeauftragten, Prof. Dr. Holger Gerth, moderierte Podiumsdiskussion Aufschluss geben. Konkrete Vorschläge erwarten die Veranstalter von den eingeladenen Vertretern und Vertreterinnen der Landespolitik und der landwirtschaftlichen Praxis. Vereine und Verbände wie die De Immen, der Landesnaturschutzverband, der NABU und die Veranstalter werden konkrete Forderungen vortragen.

"Ziel unserer Veranstaltung sind die Suche und das Aufzeigen konkreter Reduktionsmöglichkeiten für eine Verringerung der Pestizidanwendung," so Dr. Ina Walenda, Landesgeschäftsführerin der NaturFreunde S-H. "Dafür wollen wir unterschiedliche Akteure zusammenbringen. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung für 2017 bis 2022 sieht Maßnahmen zur Reduktion des Pestizideinsatzes vor, diese wollen wir einfordern und hierfür wichtige Impulse liefern."

“Das EU-Pestizidrecht gibt das Ziel vor, die Abhängigkeit von der Verwendung von Pestiziden zu verringern. Hierzu sollen alternative Methoden und Verfahren gefördert werden“, so die Pestizidexpertin Susanne Smolka von PAN Germany. "Der dramatische Schwund an Insekten und Artenvielfalt zeigt, die Grenzen der Belastbarkeit des Naturhaushalts sind erreicht. Durch den Verlust an Bestäubern und Nützlingen wird auch die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft bedroht, wenn jetzt nicht gehandelt wird. Die Veranstaltung bietet eine Plattform, sich über Problemfelder, Zielsetzungen und Maßnahmen mit Blick auf eine Pestizidreduktionsstrategie mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Landwirtschaft und Verbänden auszutauschen.

Aktualisiertes Veranstaltungsprogramm und Broschüre "Den Pestizideinsatz reduzieren – aber wie?" unter www.naturfreunde-sh.de

Kontakt für Medien:

Dr. Ina Walenda, NaturFreunde Schleswig-Holstein, mobil 0176-20 50 8116
Susanne Smolka, PAN Germany, Tel. 040-3991910-24

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