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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Paraguay: Bauernverband beklagt Fehlgeburten durch Pestizide

31.12.2012, Carina Weber

Der Nationale Bauernverband Paraguays FNC (Federación Nacional Campesina Paraguaya) machte Ende Oktober 2012 darauf aufmerksam, dass die Verwendung von Pestiziden auf Soja-Feldern unter Landarbeiterinnen zahlreiche Fehlgeburten und andere Krankheiten hervorgerufen hat. Nach Angaben der Organisation sehen sich viele Familien gezwungen, ihre Arbeit aufzugeben, um ihre Kinder zu schützen.

Der stellvertretende Generalsekretär des FNC, Marcial Gómez, bestätigte gegenüber Argenpress, dass die Berichte unter anderem aus den Dörfern San Juan, Puente Kyha, Huber Duré, Crescencio González und General Resquín kommen, die in den Landkreisen von Canindeyú und San Pedro liegen. In dieser Gegend gäbe gibt es viele tausend Hektar, die für den Sojaanbau genutzt werden und auf denen UnternehmerInnen und GroßgrundbesitzerInnen Pestizide mit Flugzeugen ausbringen.

Über die Fehlgeburten hinaus, wurden auch weitere gesundheitliche Schädigungen beklagt, etwa Kopfschmerzen, Übelkeit und Allergien. Einige Kinder leiden den Angaben von Gómez zufolge auch unter Brechreiz. Mehr als 150 Personen mussten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Aus dem Dorf Huber Duré wurde berichtet, dass nach einer Sprühaktion mit dem Flugzeug auch Tiere der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verendet seien, darunter Hühner und Enten.

Rund 200 BewohnerInnen des Dorfes Maracaná Núcleo 8 haben gegen die Ausbringung von Pestiziden auf einem großen Sojafeld, das direkt neben einer Schule liegt, protestiert. Mehr als 100 SchülerInnen besuchen die Schule. (cw)

Weitere Informationen: http://www.npla.de/de/poonal/4045
http://www.agenciadenoticias.org/
http://www.npla.de/de/poonal/3927



Aus: PAN Germany Pestizid-Brief November/Dezember 2012

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