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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Investoren kritisieren Syngenta

30.04.2012, PAN Germany

Die Aktionärsversammlung von Syngenta verlief nicht ganz nach Plan, da eine Gruppe von Investoren deutliche Kritik an der Paraquat-Vermarktung des Pestizid-Konzerns äußerte.

Auf der Syngenta Aktionärsversammlung am 23. April 2011 in Zürich sprach sich die Ethos Foundation, die eine Gruppe aus 130 institutionellen Investoren vertritt, gegen die Entlastung des Vorstands und des geschäftsführenden Vorstands von Syngenta aus.

Ursache dieser deutlichen Kritik der Anleger ist die unverantwortliche Politik von Syngenta bezüglich der Vermarktung des äußerst problematischen Pestizids Paraquat in Entwicklungsländern. Dort verursacht das paraquathaltige Unkrautvernichtungsmittel Gramoxone jedes Jahr eine große Anzahl von Vergiftungen, da eine sichere Handhabung des Mittels kaum möglich ist.

Ein von der Schweizer Bank Pictet bei der Ethos Foundation in Auftrag gegebener "Nachhaltigkeitsbericht" fordert eine radikale Änderung in der Vermarktungsstrategie von Syngenta1 . Die Anleger fürchten um ihre Reputation.

Syngenta setzt bislang auf Sicherheitstrainings für Anwender. Der Bericht bewertet diese Maßnahme als misslungen und plädiert für eine "Null-Fehlanwendung-Strategie", nach der Paraquat nur verwendet werden darf, wenn, wie in den USA, das Schutzequipment vollständig vorhanden und die Anwender nachweislich für den Umgang mit Paraquat qualifiziert sind.

Nach der Schweizer Nichtregierungsorganisation Erklärung von Bern bedeutet diese Forderung der Anleger in der Konsequenz einen Vermarktungsstopp für die meisten Länder, in denen Gramoxone verwendet wird.

1 Ethos Foundation (2012): Report on the sustainable dialogue with Syngenta: http://www.pictetfunds.com/nns_ww/publicationList.publication?navId=NAV_ID_PUBLICATION_LIST&catId=307


Aus: PAN Germany Pestizid-Brief März/April 2012

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