Malaria ist global eine der folgenschwersten Krankheiten, besonders in Afrika. Malariakontrollprogramme stützen sich vorrangig auf den Einsatz von Medikamenten zur Vorsorge und Behandlung von Erkrankungen sowie auf den Einsatz von Pestiziden (auch DDT) zur Bekämpfung der Malariaerreger übertragenden Moskitos.
Pestizide einsetzende Methoden, zu denen vor allem die Verwendung von insektizidbehandelten Bettnetzen und das Einsprühen von Wohnräumen mit Insektiziden zählen, bergen aufgrund der toxischen Eigenschaften der verwendeten Wirkstoffe Gefahren für die Umwelt und Gesundheit der Menschen. Darüber hinaus mindern Resistenzen der Parasiten gegenüber Medikamenten und Resistenzen der Moskitos gegenüber Insektiziden die Effektivität der insektiziden und medikamentösen Maßnahmen.
Das Insektenvernichtungsmittel DDT wurde aufgrund seiner Giftigkeit und Langlebigkeit in vielen Ländern bereits verboten. Die 2004 verabschiedete Stockholmer Konvention lässt nur für den Übergang und in bestimmten Fällen den Einsatz von DDT in der Vektorbekämpfung zu und fordert eine schrittweise Reduktion bis hin zur weltweiten Eliminierung. Gleichwohl wird DDT auch heute (2010) noch immer in großem Umfang zur Bekämpfung der Malaria eingesetzt.
In Studien thematisiert PAN Germany zum einen die mangelhafte Umsetzung der Stockholm Konvention und zum anderen Strategien und Erfolgsberichte über Möglichkeiten der umweltfreundlichen Malariabekämpfung ohne DDT.
Weitere Informationen zu "DDT und Malaria" finden Sie auch hier
Diese Studie thematisiert Möglichkeiten und praktische Beispiele nicht-chemischer Ansätze der Malariakontrolle. PAN ruft Politiker und finanzielle Förderer von Malariakontrollprogrammen dazu auf, nicht-chemische Ansätze zukünftig stärker zu berücksichtigen.Die englischsprachige Ausgabe der Publikation "Environmental strategies to replace DDT and control
malaria" ist jetzt in 2. erweiterter Auflage verfügbar. Die neue Version
enthält nun auch Informationen zur Malariakontrolle in Tanzania und Indien.
Zudem wurde das Kapitel über nicht-chemische Methoden der Malariakontrolle
erweitert.
Download der Broschüre in englischer Sprache (982 kb)
Dieses 4-seitige A4-Faltblatt zeigt am Beispiel Malindi in Kenia, dass die Malaria-Krankheit auch in Afrika schrittweise besiegbar ist. Und zwar durch die Behandlung Infizierter, die Einbindung lokaler sozialer Gruppen und gezielte Umweltmanagment-Maßnahmen.
Download des Faltblatts (419 kb)
Dieses 6-seitige A4-Faltblatt gibt einen Überblick über Methoden der
Malariabekämpfung in den Bereichen Vorsorge, Bekämpfung des Erregers und
Bekämpfung des Überträgers.
Die 8-seitige Broschüre skizziert die Auswirkungen des DDT-Einsatzes, informiert über Produktion und Anwendung von DDT und zeigt anhand von Beispielen aus Asien, Afrika und Lateinamerika auf, wie bereits heute erfolgreich auf den Einsatz von DDT verzichtet wird.
Ziel der Stockholmer Konvention ist, langlebige und gleichzeitig giftige
Chemikalien weltweit zu verbieten, hierzu zählt auch DDT. Dieses Insektizid
wird jedoch weiterhin in der Malariabekämpfung eingesetzt. Die neue PAN
Germany Studie zeigt, dass sich viele Staaten und Geldgeber nicht den
Vorgaben der rechtlich verbindlichen Stockholmer Konvention verhalten.
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