"Der ökologische Landbau verfolgt das Prinzip einer zielgerichteten Organisation des landwirtschaftlichen, weitgehend in sich geschlossenen, wohlproportionierten Betriebsorganismus." Definition von Köpke (1994)
Ökologischer Anbau wird oft gleichgesetzt mit dem Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel. Doch die biologische Landwirtschaft ist mehr, sie stellt das ökologische System in den Vordergrund: ein Geflecht aus der Verminderung von Nährstoffverlusten, dem Anbau (lokal) angepasster Varietäten, der Einsatz zur Verfügung stehender organischer Dünger, wie Mist und Kompost, eine vorausschauende Planung der Fruchtfolge und eine mechanische und vorsorgende Schädlings- und Unkrautbekämpfung bilden die Grundlage für diese Landwirtschaftsweise. Kurz, der Öko- Landbau sorgt vor, nicht nach.
Unter dem Begriff Fruchtfolge wird der Wechsel verschiedener Kulturartenarten in festliegender Reihenfolge auf ein und demselben Feld verstanden.Im ökologischen Landbau ist eine vielfältige Fruchtfolge sehr wichtig, da einer einseitigen Bodennutzung entgegengewirkt und die dadurch verursachte Nährstoffverarmung verhindert/reduziert werden kann. Entscheidend ist, das Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe und Nährstoffmengen aufnehmen und abgeben.
Der Anbau von unterschiedlichen Pflanzenarten in einer Rotation hat zur Folge, dass die Nährstoffaufnahme und -abgabe differiert, wodurch die Bodenfruchtbarkeit langfristig erhalten bleibt. Pflanzen die ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind, sind weniger anfällig für Schädlinge und Krankheitserreger. Hinzu kommt, dass durch eine passende, angebrachte Fruchtfolge der Befall der Kulturen durch Krankheitserreger, Schädlinge und Unkräuter vermindert wird. Schadwirkungen durch Unkräuter werden verringert, wenn die Feldfrucht ständig wechselt, insbesondere durch die unterschiedlichen Arten und Zeitpunkte der Bodenbearbeitung, und genauso verringern sich die Populationen von Schaderregern, die auf einen spezifischen Wirt angewiesen sind. Durch den Verzicht von synthetischen Pflanzenschutzmitteln, werden natürliche Feinde von Schaderregern- Nützlinge gefördert, die natürlichen Regelmechanismen eines Ökosystems wirken.
Gerade in Entwicklungsländern ist der ökonomische Nutzen einer angepassten Fruchtfolge nicht zu unterschätzen. Durch die zusätzlichen pflanzlichen Produkte steigt der Selbstversorungsgrad, mögliche Abhängigkeiten von außen verringern sich. Lebensnotwendige Proteine und Kohlenhydrate werden der Familie bereitgestellt, eine Leistung, die in den ärmsten Länder der Welt nicht zu unterschätzen ist.
Neben der Baumwollproduktion werden Kulturarten angebaut, die entweder auf lokalen oder internationalen Märkten verkauft werden können. Dadurch das die Ackerfläche ganzjährig mit verschiedenen Pflanzen bebaut wird, steigt das Produktangebot und die Produktverfügbarkeit. Durch den Verkauf der zusätzlichen Produkte auf diversen, meist lokalen Märkten wird das Einkommen der Bauern/Bäuerinnen langfristig gesteigert.
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Weitere Informationen zu Baumwolle finden Sie in unserer Infodatenbank: Rubrik "Baumwolle"
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