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Frosch

Frühling



Frühling - Die Vielfalt erwacht

Die Temperaturen sind auch nachts längst deutlich über Null, die ersten Knospen sprießen und bei den Tieren stehen alle Zeichen auf "Nachwuchs". Schmetterlinge und Libellen fliegen zur Eiablage aus. Frösche und Kröten wandern zu ihren Laichgründen. Vögel beginnen mit dem Nestbau und der Brut. Es ist eine spannende, aber für viele Tiere auch eine gefährliche Zeit.

Auenlandschaften und reines Wasser

gibt eskaum noch. Und die Anzahl und Qualität von Tümpeln und anderen Ersatzbiotopen schwindet. 62% der in Deutschland vorkommenden Amphibien und Reptilien stehen auf der "Roten Liste", sind gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch der Pestizideinsatz wirkt sich negativ auf die Tiere aus. Denn selbst bei Einhaltung aller Vorschriften und geltender Abstandsregelungen gelangen Pestizide in Gewässer. Im Frühjahr finden die Pestizideinsätze in der Landwirtschaft zeitgleich mit dem Laichen von Frosch, Kröte & Co. statt. Untersuchungen aus Nordostdeutschland konnten zeigen, dass Pestizidbelastungen zu verminderten Schlupfraten und schwerwiegenden körperlichen Schädigungen der Kaulquappen führen. Derart geschädigte Kaulquappen können ihren Fressfeinden nur schwer entkommen, sind als ausgewachsene Tiere anfälliger gegenüber Stressfaktoren und haben geringe Überlebenschancen.

Alle Vögel sind schon da?

Vögel sind durch den Einsatz chemisch synthetischer Pestizide auf vielfältige Weise betroffen: Herbizide zerstören unerwünschten Bewuchs und so stehen den Vögeln für die Aufzucht ihrer Jungen nicht genügend eiweißhaltige Samen zur Verfügung. Die Anzahl der Insekten nimmt ab, wenn Pestizide gespritzt werden und die Vogeleltern müssen häufiger und weiter fliegen, um ihre Brut satt zu bekommen. Die mit Pestiziden belastete Nahrung schwächt die Gesundheit der Alt- und Jungvögel. In Gebieten mit Pestizidanwendung kommt es zu geringeren Bruterfolgen und einer höheren Jungvogelsterblichkeit.

Lebensraum und unbelastete Nahrung

Viele Arten, ob Frösche, Schmetterlinge, Feldlerchen oder Greifvögel, sind direkt oder indirekt davon betroffen, wie Landwirtschaft betrieben wird. Ob Ackerrandstreifen gelassen werden oder direkt bis an den Weg oder das Gewässer gepflügt und gespritzt wird, ob Mais in Monokultur angebaut wird oder sich verschiedene Feldfrüchte in einer vielfältigen Fruchtfolge abwechseln, ob ein Bewuchs an Kräutern und Gräser toleriert wird oder Herbizide eingesetzt werden. All dies hat einen erheblichen Einfluss auf die Artenvielfalt. Taten statt warten - Vielfalt fördern

  • Lebensraum für Amphibien: Tümpel erhalten & schaffen.
  • Pufferstreifen um Gewässer erhalten & anlegen.
  • Biologische Landwirtschaft fördern. Dort werden keine
  • Pestizide eingesetzt und die Artenvielfalt ist größer.
  • Im eigenen Umfeld auf Pestizide verzichten und so zum
  • Schutz der biologischen Vielfalt beitragen.
  • Im eigenen Garten mit heimischen Stauden, Sträuchern
  • und Bäumen Schlupfwinkel für heimische Tiere schaffen.
  • Auf Goldfische im Gartenteich verzichten. Sie fressen
  • Libellenlarven und tragen mit ihren Ausscheidungen zur Überdüngung des Wassers bei.

Diese Informationen können Sie auch bei PAN Germany, Nernstweg 32, 22765 Hamburg gegen Zusendung eines adressierten und mit 0,55 € freigemachten Umschlags bestellen.


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ÄpfelHier finden Sie unsere Informationen zu Vielfalt und Herbst



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Bildnachweis:
Frühling: www.rudis-Fotoseite.de
Sommer: Susan Haffmans
Herbst: pixelio.de, Rainer-Sturm_pixelio.de
Winter: Huber_pixelio.de

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