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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Pestizid-Brief Archiv: Artikel aus dem Jahr 2017


  • Pestizidvergiftungen bei Menschen

    Tragische Vergiftungsfälle können helfen, die Gefahreneinstufung von Pestiziden und somit den Gesundheitsschutz zu verbessern.

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    Pestizide gelten als besonders bedenklich, wenn sie eine hohe akute Giftigkeit (Toxizität) aufweisen. Das ist dann der Fall, wenn bereits eine geringe Menge ausreicht, um schwere oder tödliche Vergiftungen auszulösen. Die akute Toxizität wird daher standardmäßig in der Gefahren- und Risikoabschätzung von Pestiziden verwendet. Als Maßstab gilt hierfür in der Regel die Einstufung durch die Weltgesundheitsorganisation WHO, die auf Versuchen bei Ratten basiert. Es wird dann angenommen, dass je höher die akute Toxizität in den Tierversuchen war, desto giftiger der Stoff auch für Menschen ist. Allerdings bedeutet es nicht, dass nur solche Mittel, die hochtoxische Wirkstoffe enthalten, zu schweren Vergiftungen bei Menschen führen können. Studien haben bereits gezeigt, dass es deutliche Abweichungen zwischen den Einstufungen nach WHO und der Schwere der Vergiftungen bei Menschen geben kann. Um eine Unterschätzung der akuten Giftigkeit zu vermeiden, wird deshalb gefordert, dass Daten über Vergiftungen von Menschen bei der Gefahrenabschätzung von Pestiziden mehr berücksichtigt werden sollten. Diese Möglichkeit sieht das Regelwerk der WHO auch grundsätzlich vor (1), ohne dass davon nennenswert Gebrauch gemacht würde.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 20.06.2017


  • Artensterben im Agrarland und auf unseren Äckern

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    Die biologische Vielfalt nimmt in den agrarisch geprägten Landschaften dramatisch ab, obwohl sich Deutschland völkerrechtlich verbindlich zum Schutz der Biodiversität verpflichtet hat. Bisherige Maßnahmen haben den Rückgang der Pflanzen- und Tierwelt im Agrarraum nicht umgekehrt, er wurde nicht gestoppt, nicht gebremst, sondern hat sich sogar noch beschleunigt. Die Frage stellt sich, ob es überhaupt noch eine Chance auf Rettung der Vielfalt gibt.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 07.02.2017


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