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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V.

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Pestizid-Brief Archiv: Artikel aus dem Jahr 2015


  • Kleingewässer: Pestizid-Vielfalt bald größer als die Artenvielfalt

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    Grenzwertüberschreitungen, Spitzenkonzentrationen und bis zu 36 unterschiedliche Pestizid-Wirkstoffe: Kleingewässer der Agrarlandschaft sind besonders belastet und als einer der wertvollsten Lebensräume gefährdet. Ein repräsentatives und flächendeckendes Monitoring für Kleingewässer, wie von PAN Germany und anderen Umweltverbänden schon seit Langem gefordert, gibt es bisher nicht. Eine Datenanalyse von Wissenschaftlern der Universität Kiel zeigt erheblichen Handlungsbedarf auf (1).

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 10.12.2015


  • Risikobewertung von Glyphosat & Co.: kann es Sicherheit geben?

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    Zwischen der Risikobewertung durch die Behörden und der durch unabhängige Forscher klafft eine riesige Lücke. Die Gründe hierfür liegen an den recht starren Vorschriften für die behördliche Risikoabschätzung. So werden i.d.R. nur die von den Konzernen selbst durchgeführten Tests in die Bewertung berücksichtigt. Dazu kommt ein weißer Fleck der Toxikologie: die Beeinflussung des Epigenoms der DNA. Sie erfolgt langfristig und wie bei Hormonen bei sehr niedrigen Konzentrationen. Auch den so genannten Endokrinen Disruptoren (hormonähnlich wirkende Pestizide) liegt dieser Wirkungsmechanismus zugrunde. Neue Ergebnisse zur Störanfälligkeit des epigenetischen Programms werfen ein Licht auf das hohe Risiko solcher Effekte durch die Agrarchemie für die gesamte Natur und für uns Menschen, nicht nur in der Gegenwart, sondern auch für zukünftige Generationen.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 03.12.2015


  • Warum ein Ausstieg aus der Verwendung hormonell wirksamer Pestizide und Biozide immer dringlicher wird, aber trotzdem nichts passiert

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    Ende September 2015 veröffentlichte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) einen Bericht, in dem sie ihre Bewertungen von 41 aktuell im Genehmigungsverfahren befindlichen Pestizidwirkstoffen hinsichtlich ihrer potenziell hormonschädigenden Eigenschaften darstellt. 15 der 41 Wirkstoffe werden von der EFSA als bedenklich hinsichtlich dieser gefährlichen Eigenschaft bewertet. Ebenfalls Ende September veröffentlichte die Endokrinologische Gesellschaft eine Kurzfassung ihrer zweiten wissenschaftlichen Stellungnahme zu endokrinschädlichen Chemikalien. Während die Endokrinologen sehr eindringlich vor den schädlichen Auswirkungen warnen und für Maßnahmen plädieren, die Exposition gegenüber endokrinen Disruptoren einzudämmen, verdeutlicht der Behördenbericht die aktuellen Defizite bei deren Regulierung in der EU.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 05.10.2015


  • Pestizideinsatz in Ghana: Viele Frauen nehmen ihre Babys mit aufs Feld

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    In den Tropen und Subtropen sind Menschen oft in doppelter Hinsicht den Risiken des Pestizideinsatzes ausgesetzt - zum einen durch die Pestizidverwendung in der Landwirtschaft und zum anderen durch die Ausbringung von Pestiziden zur Schädlingsbekämpfung in Innenräumen. Eine aktuelle Erhebung zeigt nun, dass in Ghana sogar auch Säuglinge bereits diesem Doppelrisiko ausgesetzt sind, weil sie nicht nur in Wohnräumen Pestiziden ausgesetzt werden, sondern weil zudem Mütter beim Anmischen und Sprühen der Pestizide auf den Feldern oft ihre Säuglinge auf dem Rücken tragen.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 14.09.2015


  • Löst Glyphosat Krebs aus?
    Eine Chronologie der Glyphosat-Kontroverse

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    Glyphosat, das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid, befindet sich in Europa im Prozess einer behördlichen Neubewertung. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hatte dabei eine Schlüsselfunktion. Während Nichtregierungsorganisationen und unabhängige WissenschaftlerInnen seit Jahren Bedenken hinsichtlich einer weiteren Zulassung von Glyphosat äußern, stellte das BfR dem Herbizid in seinem für die EU erstellten Bewertungsbericht eine Art "Persilschein" aus. Dieser Persilschein bekam deutliche Flecken, als im März 2015 die WHO-Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" einstufte. Die nachfolgende Chronologie, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, listet auf, was sich zwischen Dezember 2013, als das BfR seinen Entwurf des Glyphosatbewertungsberichts fertigstellte, und Anfang Juni 2015 ereignete. Diese Chronologie mag für all jene hilfreich sein, die am Thema Glyphosat-Bewertung interessiert sind.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 09.06.2015


  • Lebensmittelkontrollberichte: Schutz vor Rückständen oder Schutz vor unliebsamen Informationen?

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    Interessiert man sich als VerbraucherIn für Schadstoffe oder Rückstände von Tierarzneimitteln in Lebensmitteln, könnte man sich zum Beispiel die Lebensmittelberichte des Bundesamtes für Verbraucherschutzes und Lebensmittelsicherheit (BVL) ansehen. Diese sind schön geschrieben und beinhalten eine nette Zusammenfassung der Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung. Nur bei sehr genauem Hinsehen entdeckt man die unangenehmen Informationen.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 28.05.2015


  • Nutztierhaltung in Deutschland: Gutachten bestätigt Defizite im Bereich Tierschutz und Umweltschutz

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    Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik (WBA) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hält die derzeitigen Haltungsbedingungen eines Großteils der Nutztiere für nicht zukunftsfähig und hat in seinem gerade erschienenen Gutachten Leitlinien und Empfehlungen für eine gesellschaftlich akzeptierte Nutztierhaltung entwickelt (1). Auch der zu hohe Arzneimitteleinsatz wird im Hinblick auf mögliche Gefahren für Verbraucher und für die Umwelt kritisiert.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 26.03.2015


  • Tödliche Pestizidvergiftungen von Menschen in Deutschland

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    Vergiftungen durch Pestizide gelten als ein bedeutendes Problem insbesondere in den Ländern der Dritten-Welt. Die Weltgesundheitsorganisation schätzte schon 1990, dass weltweit jährlich ca. 3 Millionen Pestizidvergiftungen vorkommen, von denen ca. 220.000 tödlich verlaufen. Nach wie vor ist die Datenlage allerdings schlecht. Neuere weltweite Zahlen liegen jedoch für durch Pestizide verursachte Selbstmorde vor. Hiernach ist weltweit jährlich von ca. 370.000 Todesfällen in Folge einer beabsichtigten Einnahme von Pestiziden auszugehen, was ca. einem Drittel aller Suizide entspräche. Pestizide sind damit die weltweit bedeutendste Selbstmordmethode.

    Pestizid-Brief-Artikel vom: 02.03.2015


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