(Brüssel, 24. Juni 2010) Parallel zu einer brüsseler Veranstaltung von CropLife, dem globalen Verband der Pestizidhersteller und Pestizidvertreiber, in dem Konzerne wie Syngenta und Monsanto zusammengeschlossen sind, veröffentlicht das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) International heute den Monitoring-Report "Communities in Peril: Global Report on the health impacts of pesticides used in agriculture". Der Report dokumentiert, dass gefährliche Pestizide in aller Welt vielfach unter problematischen Bedingungen verwendet werden und ruft Firmen, Regierungen und internationale Einrichtungen auf, umgehend Maßnahmen zur Beseitigung der Pestizid-Gefahren einzuleiten.
Am 22.6.2010 hat der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments in erster Lesung seine Position zu einer Biozid-Verordnung zur Zulassung und Vermarktung von potenziell gefährlichen Produkten wie Holzschutzmittel oder Insektensprays abgestimmt. Das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN Germany) begrüßt in vielen Punkten das Abstimmungsergebnis, jedoch hat der Vorschlag für das neue Zulassungssystem noch erhebliche Mängel.
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Die amerikanische Umweltbehörde EPA hat am 9. Juni 2010 beschlossen, die
Nutzung des giftigen und persistenten Insektizids Endosulfan in den USA zu
beenden. Die EPA begründet die Entscheidung mit den unakzeptablen neuro- und
reproduktionstoxikologischen Risiken des Wirkstoffes für Farmarbeiter und
Tiere und mit dessen Langlebigkeit in der Umwelt. PAN-Gruppen in allen
Weltregionen feiern die Entscheidung der EPA und hoffen nun, dass damit das
globale Verbot von Endosulfan näher gerückt ist. Mehr dazu
(Hamburg, 06.06.2010) Ab Montag, 7. Juni 2010 werden über tausend Höchstgehalte für Pestizid-Rückstände in Lebensmitteln verschärft. Nach jahrelangem Ringen mit den Behörden ist dies ein wichtiger Schritt für einen besseren Schutz des Verbrauchers, betonen die Umweltorganisationen Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany) und Greenpeace.
Noch immer sterben jeden Tag Kinder an den Folgen der Malaria - einer vermeidbaren und behandelbaren Krankheit. Anlässlich des Weltmalariatages am 25. April ruft das globale Netzwerk PAN International Gesundheitsexperten, Mitarbeiter von Malaria-Kontrollprogrammen und Akteure der Entwicklungshilfe auf, verstärkt Methoden und Ansätze einer nachhaltigen Malariakontrolle zu nutzen und zu fördern und damit den Gebrauch des persistenten organischen Schadstoffes DDT zurück zu drängen.
Durch vehemente Proteste von Imkern konnte am Dienstag, den 16.2.2010, ein
geplanter Großflächenversuch mit bienengefährlichen Neonicotinoid-haltigen
Beizmitteln vorerst verhindert werden. Dies ist ein Erfolg für die Imker und
ihre Bienenvölker und eine gute Nachricht für den Schutz der biologischen
Vielfalt.
Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Statt
kurzfristiger Erfolge müssen nachhaltige Anpassungsstrategien entwickelt und
umgesetzt werden, welche die Verwundbarkeit der Menschen in den
Entwicklungsländern verringern, die schon heute am meisten unter den
Auswirkungen des Klimawandels leiden. Nachhaltige und diversifizierte
Landwirtschaft kann den Druck des Klimawandels abfedert und zur
Nahrungssicherung beitragen. Das Positionspapier fordert die politischen
Entscheidungsträger auf, dies bei der Diskussion um Anpassungen in der
Landwirtschaft national wie international zu berücksichtigen.
Aus Anlass ihres 10 jährigen Bestehens verlieh die Norddeutsche Stiftung für
Umwelt und Entwicklung (NUE) am 4.11.2009 vier Förderpreise für besonders
erfolgreiche Projekte. Mit dem NUE Umweltpreis Hamburg wurde das Pestizid
Aktions-Netzwerk e.V. für die Erstellung und Verbreitung der Lernkiste
Bio-Baumwolle ausgezeichnet.
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Unter dem Motto "Mehr Fantasie statt Chemie" bietet PAN leicht verständliche Tipps und individuelle Beratung zu umwelt- und gesundheitsgerechten Maßnahmen gegen Schädlinge und Lästlinge im Haus an. Eine Reihe verständlicher Informationsblätter zum Bestellen und zum kostenfreien Download über verschiedene Schädlinge ergänzen dieses Angebot.Download Informationsblatt Ameisen (pdf-file, 412 kb)
Weitere Informationsblätter finden Sie hier
Die 8-seitige Broschüre skizziert die Auswirkungen des DDT-Einsatzes, informiert über Produktion und Anwendung von DDT und zeigt anhand von Beispielen aus Asien, Afrika und Lateinamerika auf, wie bereits heute erfolgreich auf den Einsatz von DDT verzichtet wird.
Der neue Ratgeber "Schädlinge im Haus - Was tun ohne Chemie?" bietet praktische Tipps für umwelt- und gesundheitsgerechte Vorgehensweisen gegen Schädlinge, Lästlinge und für die geeignete Hygiene im Haushalt. Es gibt zudem interessante Hintergrundinformationen, Kontakte und Links. Mehr dazu
Die Faltblätter zeigen auf, wie zu jeder Jahreszeit die biologische Vielfalt
gefördert werden kann. Bunt, informativ und praxisnah.
Der Bio-Baumwoll-Anbau hat die Gesundheit, das
Wohlergehen und das Einkommen für die Kleinbauern
und deren Familien deutlich verbessert. Doch die Preise
für Baumwolle sind unbeständig, leider auch für Bio-
Baumwolle. Auch deshalb sind die Bauern sehr daran
interessiert, ihr Einkommen nicht allein mit der
Baumwolle zu bestreiten. Sie haben großes Interesse,
bessere Märkte für die Nutzpflanzen zu finden, die in
ihrem Anbausystem wachsen.
Fonio
In der PAN Germany-Reihe von Field Guides für den nicht-chemischen Pflanzenschutz in den Tropen und Subtropen ist jetzt auch eine Ausgabe über den nicht-chemischen Pflanzenschutz in der Produktion von Erdnüssen verfügbar.
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